Rennbericht Kitzalpbike Festival
01.07.2023
Nachdem ich mich eine Woche vom Kitzalpbike erholen konnte, ging es dieses Wochenende zum
Albstadt MTB Marathon. Diesen Marathon bin ich bisher noch nie gefahren, da in Albstadt
jedoch ein sehr lieber Kollege von mir wohnt habe ich mich dazu entschieden heuer hier zu
starten. Mein Kollege holte am Tag vor dem Rennen für mich die Startunterlagen und kümmerte
sich auch am Renntag vorbildlich um unser Wohlergehen, deswegen fuhren wir auch gar nicht
ins Zentrum von Albstadt, sondern direkt zu ihm und ich fuhr dann mit dem Bike von ihm zum
Start der Kurzstrecke (die ungefähr auf der Hälfte der Strecke der Langdistanz lag) in
Albstadt Onstmettingen.
Laut Veranstalter hat die Kurzdistanz 45km und 1100hm und im Gegensatz zu den Rennen die ich
sonst fahre ein sogenanntes Sägezahnprofil anstatt langer Anstiege und Abfahrten, es ging
also darum die einzelnen Anstiege mit Druck zu fahren und sich dann in den Abfahrten wieder
zu erholen. Da ich nicht wirklich wußte was auf mich zukommt (außer daß es wohl ähnlich dem
früheren Marathon des RSC Kempten ist) habe ich mich nicht besonders auf das Rennen
vorbereitet und bin (anhand der Siegerzeit meiner Klasse 2022) davon ausgegangen zumindest
in 2:30 ins Ziel zu kommen.
Am Anreisetag Mittwoch stand dann der Hillclimb in Brixen im Thale auf dem Programm mit 5,3
km und knapp 500hm, selbiger ist im Vergleich zu Kobelhobel oder Tschengla sehr einfach
gestrickt, bis auf den letzten km komplett Asphalt und dann immer noch sehr harter
Untergrund, am Anfang 300m aus dem Ort raus, 3km recht konstant hoch, 500m relativ flach und
nochmal gut einen km Bergauf.Die Kurzstrecke startete zusammen mit den E-Bikern (was
zumindest für mich nicht ideal war, da fast das ganze Rennen lang die selben E-Biker mich
bergauf überholten und ich sie dann wieder Bergab und auf der Ebene) und es ging gleich
flott los, obwohl ich zwei Tage vorher noch eine mittelharte Trainingseinheit absolvierte,
hatte ich heute gute Beine und zumindest die erste Stunde konnte ich in der Last meinen Puls
von Anfang an dahin bringen wo ich ihn wollte.
Ich merkte zwar daß ich in den steileren
Schotterabfahrten (zumindest die Kurzdistanz hat einen Singletrailanteil von 0% und da wir
auf der Alb sind bestehen quasi fast alle Forstwege aus Schotter) im vergleich zur Konkurenz
etwas langsamer war (dafür trainiere ich einfach zuviel auf dem Rennrad), konnte mich aber
gut behaupten und ging sehr dynamisch in jeden Anstieg wieder hinein, nach etwas mehr als
einer Stunde merkte ich langsam daß die Spritzigkeit etwas nachlies (laut Zwischenzeiten war
das aber bei meiner Konkurenz auch so) und die zweite hälfte der Strecke war vom
Streckenprofil auch insgesamt langsamer und ich war froh als ich wieder in Albstadt (hier
war ein großer Teil der Straße durch die Stadt für das Rennen komplett gesperrt) und im Ziel
war.
Ich schaffte es in 2:09 ins Ziel was der Platz 30/148 Gesamt und 5/37 in der AK bedeutete,
damit bin ich sehr zufrieden und ist deutlich besser als mein Ergebnis in Kitz, das
unterstreicht wahrscheinlich, daß ich (zumindest wenn es um Rennen geht) ein
Schönwetterbiker bin und bei idealen Wettkampfbedingungen von trockenen 20-25° Grad besser
mit der Konkurenz mithalten kann als bei 5° und Regen. Der Marathon hat mir (natürlich auch
den der Unterstzützung meines Kollegen) gefallen und wahrscheinlich fahren wir nächstes Jahr
wieder hin.
In zwei Wochen geht es dann nach Pfronten zum Marathon während sich einige Vereinsmitglieder
am Nürbugring 24h durch die Grüne Hölle quälen.
Sportliche Grüße Ralf