Okt 102018
 

Obwohl ich vom B2Run in Berlin (da bin ich zusammen mit meinen Kollegen für die Firma gelaufen) am Donnerstag noch etwas kaputte Beine hatte und ich am Freitag dank einer Betriebsversammlung am Flughafen Tegel erst um 23:00 in Bett kam, konnte ich am Samstag den 18.8 in St. Anton am Arlberg ein für meine Verhältnisse gutes Rennen fahren, ich hatte dadurch auch keine Probleme während des Rennens zu überpacen. Erich, Andi und ich starteten alle drei auf der Kurzdistanz (Arlberger Bike Classic), speziell Andi gab ordentlich Gas am Start und fuhr als erster in den Anstieg hoch zum Moserkreuz, ich versuchte so gut ich konnte mit der Führungsgruppe mitzuhalten und Erich hatte – wie ich später merkte – sich an meinem Hinterrad festgebissen. Als wir dann vom Moserkreuz aus ins Verwall fuhren, waren Erich und ich allein und wechselten uns bis zum nächsten richtigen Anstieg bei der Führungsarbeit ab, im nächsten Anstieg konnte ich mich ein paar Meter von ihm absetzen, was ich dann in der ersten kurzen Abfahrt ausbaute, Erich blieb aber bis zur letzten 350hm langen Abfahrt immer in Blickweite, während ich vor mir niemanden sah. Als ich im letzten Drittel des Rennens einen Sattel (bzw. die Sattelschale ohne Gestell) auf dem Boden vor mir liegen sah, musste ich an den M1 2015 zurückdenken, als ich in der letzten Abfahrt meinen Sattel durch Materialschaden verlor und dachte mir, was für ein armer Kerl. Im Ziel habe ich dann erfahren, daß der Sattel Andi gehörte und er so trotzdem auf den dritten Gesamtrang fuhr. Kurz vor Ende des letzten Anstiegs überholte ein U17 Fahrer dann Erich und wurde bis zum Ziel mein Hauptkonkurrent. Trotz meiner abfahrerischen Defizite konnte ich mich bis zum Tal vor ihm halten, er schaffte es dann auch sich in meinen Windschatten zu hängen, bis wir auf die 600m lange Zielgerade einbogen. Als wir durch die Kurve fuhren, schaltete ich hoch, ging aus dem Sattel und konnte mich von ihm absetzen, um dann schließlich mit 2 Sekunden vor ihm ins Ziel zu fahren. Dadurch wurde ich Siebter in der Gesamtwertung und Zweiter in der Altersklasse, was mein erster Stockerlplatz im Radsport in der Einzelwertung ist. In zwei Wochen nehme ich dann am Pfänderlauf teil und am 9.9 ist in Beschling bei der Gamp mein wichtigstes Rennen 2018.

Sportliche Grüße Ralf

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