Rennbericht Kitzalpbike Festival

01.07.2023

Nach langer Zeit bin ich diese Woche wieder mal ins Brixental nach Kirchberg in Tirol gefahren umd am Kitzalpbike Festival teilzunehmen ich bin u.a. 2014 zur WM die Ultra Distanz gefahren und 2016 den Hillclimb aber noch nie beides in einer Woche. Da dieses Jahr beim IronBike in Ischgl nur der Marathon stattfindet habe ich ich mich deswegen beim Kittzalpbike für beide Rennen angemeldet. Wie bei allen Aufenthalten quartierten wir uns wieder im Hotel Alexander in Kirchberg in Tirol ein, welches ich nur wärmstens empfehlen kann. Am Anreisetag Mittwoch stand dann der Hillclimb in Brixen im Thale auf dem Programm mit 5,3 km und knapp 500hm, selbiger ist im Vergleich zu Kobelhobel oder Tschengla sehr einfach gestrickt, bis auf den letzten km komplett Asphalt und dann immer noch sehr harter Untergrund, am Anfang 300m aus dem Ort raus, 3km recht konstant hoch, 500m relativ flach und nochmal gut einen km Bergauf. Am Anfang wollte bei dem Rennen mein Puls nicht richtig hochgehen, egal wie ich in die Pedale trat, erst nach 10 Minuten war er da wo ich ihn haben wollte und konnte letztendlich bis zum Ziel ein recht konstantes Rennen fahren ohne zu überdrehen (wobei ich bei Tschengla sicherlich bessere Beine hatte, dafür aber überdreht habe). Da DataSport stand heute keine Ergebnisse für den Hillcimb angibt weiß ich nur dank meiner Aufzeichnung, daß ich eine 26er Zeit gefahren bin, was besser ist damals mit 43. Bei gutem Wetter ist das Ziel in Hochbrixen sehr schön und man bekommt dort wie schon 2016 ein alkoholfreies Kaltgetränk von Stiegl gereicht. Die Abfahrt ins Tal ist erst erlaubt nachdem der letzte Teilnehmer in Ziel ist. Bei der Abfahrt rutschte mir dann auf einer Schotteransammlung auf Asphalt mein Rad weg und ich hatte meinen ersten Sturz bei (bzw. nach) einem Hillclimbrennen, glücklicherweise ist mir bis auf den Verlust von Hautschichten und Bekleidung (Helm, Hose, Windjacke) nichts passiert. Nach zwei Tagen Erholung zusammen mit meiner Familie (bei der wir das erste Mal auch Zeit hatten uns mal Kitzbühel anzusehen) war dann am Samstag der Marathon auf der Medium (die kürzeste) Distanz angesagt, die 38km und 1500hm beträgt. Wie schon Tage im vorraus kalr war, würde das Wetter nicht gut sein und so fuhr ich morgens bei Regen und 12° an den Start, manche Starter sind dabei tatsächlich Kurz-Kurz ohne Gillet gestartet. Das Rennen ging erstmal neutralisiert und recht flach 8km das Brixental hinaus, wobei bei Tempoverlangsamungen wegen abbiegen oder Fahrbahnverengungen es statt Bremslichter Bremsengequietsche gab, der erste Anstieg zur Choralpe betrug ca. 1000hm und ich merkte das mein Motor nicht wirklich in fahrt kam, das lag entweder am Rennen vom Mittwoch und/oder am Wetter, das letzte Stück hoch zur Choralpe mussten die meisten von uns absteigen um eine gatschihe Kuhweide hochzuschieben, das ganze bei 5° und Regen, meine Motivation war dabei auf dem Tiefpunkt angekommen, nach dem halt bei der Verpflegung ging es dann Bergab, wobei ich dank Regen, Nebel und beschlagener Brille kaum etwas sah, auch meine Finger ware teilweise Taub, was spezielle das herunterschalten mit dem Daumen beinträchtigte, die erste Abfahrt ging dann teilweise auf einer Wiese eine Skiabfahrt herunter, später durften wir auch 2 keline Bäche queren. In der zweiten kürzeren Abfahrt ging es dann meiner Motivation wieder besser und ich konnte wie Plätze gut machen, die zweite Abfahrt hatte dann ein paar schöne Trails, die trotz der Nässe gut zu fahren waren, als ich dann schon wieder im Tal in Kirchberg war dachte ich, daß das Ziel schon fast da sein muß, wusste aber dank Streckenprofil, daß es noch etwas dauert, da man uns nicht auf dem direkten Weg zum Ziel lenkte sondern noch ein paar kleine Anstiege und Trails eingebaut hat. Nach 2:44 war ich dann endlich im Ziel und wurde 94 von 164 Gesamt und 17 von 46 in der AK. Wenn man mal von meinem Sturz nach dem Hillclimb und dem Wetter beim Marathon absieht (dafür können die Veranstalter nichts) war es ein sehr schönes Festival, es kommt für mich nicht an den Ironbike ran, bei dem das ganze Programm immer Fußläufig erreichbar ist, dafür kann man im Brixental und Kitz neben dem Festival mehr unternehmen.

Nächste Woche geht es dann mit dem Albstadt Marthon für mich gleich weiter. Danach dann Pfronten, M1 und Ironbike umd dann im August zum Triathlon zu wechseln und im September wieder zum Hillclimb.

Sportliche Grüße Ralf
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